Externe Gegenpulsation verbessert Kognition und Funktion in einer frühen Alzheimer-Studie
Eine randomisierte Studie mit 190 Personen mit frühem Alzheimer hat ergeben, dass externe Gegenpulsation – eine nicht-invasive Gerätetherapie – sowohl die kognitiven Testergebnisse als auch die Fähigkeiten im täglichen Leben im Vergleich zur Scheinbehandlung über ein Jahr hinweg signifikant verbesserte.
Was wurde getestet
Forscher testeten externe Gegenpulsation (ECP) – ein Gerät, das Beinschläuche verwendet, um den Blutfluss zum Gehirn zu erhöhen – bei 190 Personen mit frühem Alzheimer. Die Hälfte erhielt ECP mit vollem Druck (3-5 Sitzungen pro Woche, dann zweimal wöchentlich), während die andere Hälfte eine Scheinbehandlung mit minimalem Druck erhielt. Die Studie dauerte ein Jahr.
Was die Studie ergab
Nach 12-24 Wochen zeigten Personen, die ECP mit vollem Druck erhielten, signifikant bessere Ergebnisse bei den Aktivitäten des täglichen Lebens (+2,57 vs. -0,49 in der Scheinbehandlungsgruppe) und bei kognitiven Tests (9,95 vs. 5,22). Die Vorteile hielten bis zu 52 Wochen an, selbst nachdem die Behandlung nach 6 Monaten eingestellt wurde. Es traten keine schweren Nebenwirkungen auf.
Was das für Patientinnen und Patienten bedeutet
Dies ist die erste Studie, die zeigt, dass eine nicht-invasive Gerätetherapie sowohl das Denken als auch die tägliche Funktion bei frühem Alzheimer verbessern kann. ECP ist jedoch in den USA oder Deutschland noch nicht für Alzheimer zugelassen. Die Ergebnisse müssen in größeren Studien bestätigt werden, bevor sie eine Standardbehandlungsoption werden können.