Astrozyten schützen das Wachstum von Gehirnzellen während der Entzündung bei Mäusen
In Mausmodellen reduzierten Astrozyten—unterstützende Gehirnzellen—schädliche Aktivierung von Mikroglia und stellten das Wachstum neuer Neuronen während der Entzündung wieder her, was auf eine schützende Rolle bei Erkrankungen wie Alzheimer hindeutet.
Was wurde untersucht?
Forscher untersuchten, ob Astrozyten (sternförmige Gehirnstützzellen) das Wachstum neuer Neuronen im Hippocampus während der Entzündung schützen können. Sie verwendeten sowohl Zellkulturen als auch Mäuse, um zu testen, wie Astrozyten mit Mikroglia (den Immunzellen des Gehirns) interagieren, wenn sie einem entzündlichen Auslöser ausgesetzt sind.
Was wurde gefunden?
Astrozyten reduzierten die entzündliche Reaktion von Mikroglia signifikant, als sie Lipopolysaccharid (LPS) ausgesetzt waren, hauptsächlich durch Moleküle, die sie sekretieren. Bei Mäusen, die LPS erhielten, verringerte die Injektion einer Lösung mit von Astrozyten sekretieren Faktoren das Krankheitsverhalten und stellte die Anzahl der neuralen Vorläuferzellen im Hippocampus wieder her. Astrozyten retteten auch die Fähigkeit von Stammzellen zu teilen, die durch aktivierte Mikroglia blockiert worden war.
Was bedeutet das?
Diese Studie zeigt, dass Astrozyten als natürliche Bremssysteme während der Gehirnentzündung wirken und helfen, die Geburt neuer Neuronen zu schützen—ein Prozess, der entscheidend für Gedächtnis und Stimmung ist. Die Ergebnisse sind noch im Frühstadium, deuten jedoch darauf hin, dass die gezielte Ansprache von Astrozytenwegen eines Tages helfen könnte, die Gehirnfunktion bei Erkrankungen wie Alzheimer zu erhalten, bei denen chronische Entzündungen Neuronen schädigen.
Einschränkung
Die Studie wurde an Mäusen und Zellkulturen durchgeführt, daher bleibt unklar, ob die gleichen schützenden Effekte im menschlichen Gehirn auftreten.