Bluttest könnte Amyloidansammlungen in den Blutgefäßen des Gehirns erkennen
In einer Studie mit 186 Patienten mit zerebraler Amyloidangiopathie – einem Zustand, bei dem Proteinablagerungen die Blutgefäße im Gehirn schwächen – identifizierten Forscher drei Blutmarker, die sich signifikant von 401 gesunden Kontrollen unterschieden, was möglicherweise eine frühere Erkennung durch einen einfachen Bluttest ermöglicht.
Was wurde untersucht
Forscher am Massachusetts General Hospital verglichen Blutproben von 186 Personen mit zerebraler Amyloidangiopathie (CAA) mit 401 gesunden Kontrollen. CAA ist ein Zustand, bei dem Amyloidproteinablagerungen in den Wänden der Blutgefäße im Gehirn ansammeln, wodurch sie zerbrechlich und anfällig für Blutungen werden. Das Team maß spezifische Formen von Amyloidbeta (Aβ37, Aβ40, Aβ42) und ein Tau-Protein (p-tau217), um zu sehen, ob sie CAA-Patienten von gesunden Personen unterscheiden konnten.
Was wurde gefunden
Personen mit CAA hatten signifikant niedrigere Werte von zwei Amyloidfragmenten – Aβ40 und Aβ42 – in ihrem Blut im Vergleich zu den Kontrollen. Gleichzeitig hatten sie höhere Werte von p-tau217. Wichtig ist, dass die Reduktion von Aβ40 unabhängig von den Tau-Werten zu sein schien, was darauf hindeutet, dass es sich um einen spezifischen Marker für CAA und nicht um eine allgemeine Gehirnamyloiderkrankung handeln könnte.
Was es bedeutet
Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Bluttests eines Tages helfen könnten, CAA zu diagnostizieren, ohne invasive Gehirnbildgebung oder das Warten auf ein Blutungsereignis. Derzeit wird CAA oft nur diagnostiziert, nachdem jemand eine Gehirnblutung hatte. Ein Bluttest könnte eine frühere Erkennung bei gefährdeten Personen ermöglichen, obwohl der Test in größeren, multizentrischen Studien validiert werden müsste, bevor er klinisch eingesetzt werden kann.
Wichtige Einschränkungen
Dies war eine Einzelzentrum-Studie, und die Zusammenfassung gibt nicht an, ob diese Blutmarker CAA von der Alzheimer-Krankheit unterscheiden können, die ebenfalls Amyloid betrifft. Die hier gemessenen Bluttests sind derzeit noch nicht in der routinemäßigen klinischen Praxis verfügbar.