KOHORTENSTUDIE
Kohortenstudie

Viralantikörper mit Alzheimer und anderen Gehirnerkrankungen in genetischer Studie verbunden

Eine genetische Studie mit fast 10.000 Personen hat ergeben, dass Antikörperreaktionen auf häufige Viren wie Epstein-Barr und Varizella-Zoster mit einem erhöhten Risiko für Alzheimer, Parkinson, Multiple Sklerose und Schlaganfall assoziiert sind.

Was untersucht wurde

Forscher verwendeten Mendelsche Randomisierung, eine genetische Technik, die hilft, Ursache-Wirkungs-Beziehungen zu etablieren, um zu untersuchen, ob Antikörperreaktionen auf Infektionen das Risiko von vier neurodegenerativen Erkrankungen beeinflussen. Sie analysierten Blutproben von 9.724 Personen auf Antikörperlevel und verglichen genetische Daten mit Krankheitsaufzeichnungen von über 60.000 Patienten mit Alzheimer (17.008 Fälle), Parkinson (37.688 Fälle), Multipler Sklerose (1.683 Fälle) und Schlaganfall (4.373 Fälle).

Was gefunden wurde

Die Analyse identifizierte 9 spezifische antikörpervermittelte Immunreaktionen, die mit diesen Gehirnerkrankungen assoziiert sind, einschließlich Antikörper gegen das Varizella-Zoster-Virus (Windpocken/Gürtelrose) und das Epstein-Barr-Virus (das Mononukleose verursacht). Der genetische Ansatz deutet darauf hin, dass diese Assoziationen kausale Beziehungen widerspiegeln könnten, anstatt bloße Zufälle zu sein.

Was das bedeutet

Dies ist die erste Studie, die systematisch untersucht, wie Immunreaktionen auf häufige Infektionen zu mehreren neurodegenerativen Erkrankungen beitragen könnten, basierend auf genetischen Beweisen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Virusinfektionen und die Immunreaktion des Körpers darauf eine Rolle bei der Entwicklung dieser Erkrankungen spielen könnten, obwohl viel mehr Forschung erforderlich ist, um die Mechanismen zu verstehen und ob Interventionen, die auf diese Immunreaktionen abzielen, Krankheiten verhindern könnten.

Wichtige Vorbehalte

Diese Studie identifiziert Assoziationen, beweist jedoch nicht, dass die viralen Antikörper direkt Gehirnerkrankungen verursachen. Die Mendelsche Randomisierung hat Einschränkungen, einschließlich der Annahme, dass genetische Varianten die Krankheit nur über die Antikörperreaktion beeinflussen. Das Abstract liefert keine Effektgrößen oder Details dazu, welche spezifischen Antikörper mit welchen Krankheiten assoziiert waren, was es schwierig macht, die Stärke und klinische Bedeutung dieser Ergebnisse zu bewerten.

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