LABORSTUDIE
Zellstudie
Grundlagenforschung

Osteoporose-Medikament blockiert Alzheimer-assoziiertes Protein in Laborstudie

Computermodellierung und Zellexperimente zeigten, dass Risedronat, ein von der FDA zugelassenes Osteoporose-Medikament, die schädliche Proteinaktivität reduzierte, indem es DKK1 mit einer IC50 von 65,94 Mikromolar in Labortests blockierte.

Was wurde untersucht?

Forscher verwendeten Computermodellierung und Zellkulturerexperimente, um zu testen, ob Risedronat, ein derzeit für Osteoporose verwendetes Medikament, DKK1 blockieren könnte, ein Protein, das die Verbindungen zwischen Gehirnzellen bei Alzheimer stört. Sie wollten herausfinden, ob das Blockieren von DKK1 helfen könnte, die Wnt-Signalgebung wiederherzustellen, einen Weg, der wichtig für die Aufrechterhaltung von Synapsen (den Verbindungspunkten zwischen Gehirnzellen) ist.

Was wurde gefunden?

Computermodelle zeigten, dass Risedronat stark an DKK1 bindet (Bindungswert: 0,998 von 1,0). In im Labor gezüchteten Zellen blockierte Risedronat die schädlichen Auswirkungen von DKK1 mit einer IC50 von 65,94 Mikromolar – was bedeutet, dass dies die Konzentration ist, die benötigt wird, um die DKK1-Aktivität um die Hälfte zu reduzieren. Der Effekt war statistisch signifikant (p < 0,0001), und das Medikament schien als molekularer Stopfen zu wirken, der die Beta-Catenin-Signalgebung wiederherstellt, die wichtig für die Gesundheit der Gehirnzellen ist.

Was bedeutet das?

Da Risedronat bereits von der FDA für Osteoporose zugelassen ist, könnte es theoretisch schneller bei Alzheimer-Patienten getestet werden als ein völlig neues Medikament. Allerdings könnte die Konzentration, die in dieser Laborstudie wirksam war, viel höher sein als sichere Dosen bei Menschen, und es gibt noch keine Hinweise darauf, dass dieser Ansatz das Gedächtnis schützt oder den Rückgang bei tatsächlichen Patienten verlangsamt.

Einschränkung

Diese Studie verwendete nur Computermodelle und Zellen in einer Schale – keine Tests an Tieren oder Menschen – daher ist unklar, ob dieses Ergebnis auf lebende Gehirne übertragbar ist.

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