Blutfettmuster sagen Alzheimer-Krankheit im Rattenmodell voraus
Forscher analysierten 751 verschiedene Lipide im Blut von 141 Ratten und identifizierten unterschiedliche Muster, die Alzheimer-Krankheit mit 75% Genauigkeit vorhersagen konnten.
Was wurde untersucht?
Wissenschaftler untersuchten, ob sich die Blutfettmuster mit dem Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit in einem Rattenmodell ändern. Sie verfolgten 141 Ratten (73 mit Alzheimer-ähnlichen Veränderungen, 68 gesund) in vier verschiedenen Lebensphasen und maßen 751 verschiedene Arten von Fetten in ihrem Blut.
Was wurde gefunden?
Das Team fand klare Unterschiede in drei Lipidfamilien (Sphingomyeline, Phosphatidylcholine und Phosphatidylethanolamine) zwischen männlichen und weiblichen Ratten in allen Altersgruppen. Alzheimer-assoziierte Veränderungen traten insbesondere bei Sphingomyelinen im mittleren Lebensalter (entspricht dem mittleren Alter) auf. Mit diesen Lipidmuster entwickelten die Forscher einen Bluttest, der Alzheimer-Krankheit mit 75% Genauigkeit vorhersagte.
Was bedeutet das?
Diese Studie identifiziert spezifische Blutfettmuster, die sich mit der Alzheimer-Krankheit bei Ratten ändern, ähnlich den Mustern, die bei Menschen zu sehen sind. Wenn diese Ergebnisse auf Menschen übertragbar sind, könnte ein solcher Bluttest eines Tages helfen, das Risiko für Alzheimer früher zu erkennen – jedoch sind zunächst umfangreiche humanmedizinische Studien erforderlich.
Einschränkung
Diese Studie wurde vollständig an genetisch veränderten Ratten durchgeführt, sodass die Ergebnisse möglicherweise nicht auf die Alzheimer-Krankheit beim Menschen zutreffen.