TIERSTUDIE
Tierstudie
Grundlagenforschung

Hyperforin aus Johanniskraut zeigt Schutz im Alzheimer-Modell bei Ratten

Eine Verbindung aus Johanniskraut reduzierte Entzündungen und Amyloidablagerungen in einer viergruppigen Rattenstudie zu Alzheimer-ähnlichen Symptomen und blockierte entzündliche Wege bei einer Dosis von 10 mg/kg über sieben Tage.

Was wurde untersucht?

Forscher testeten, ob Hyperforin, eine Verbindung aus der Johanniskraut-Pflanze, Gehirnzellen bei Ratten schützen könnte, die mit Scopolamin behandelt wurden, einem Medikament, das Alzheimer-ähnliche Gedächtnisprobleme verursacht. Sie teilten die Ratten in vier Gruppen ein – Kontrolle, Scopolamin allein, Scopolamin plus Hyperforin und Scopolamin plus das zugelassene Medikament Donepezil – und maßen Entzündungen, Zellsterben und Amyloid-beta-Ablagerungen.

Was wurde gefunden?

Hyperforin in einer Dosis von 10 mg/kg, oral verabreicht über 7 Tage, reduzierte signifikant entzündliche Marker (IL-1α, IL-1β und IL-18) und blockierte einen Zellsterbeprozess namens Pyroptose im Gehirn der Ratten. Die Verbindung senkte auch die Bildung von Amyloid-beta-Plaques, indem sie BACE1 reduzierte, ein Enzym, das an der Plaqueproduktion beteiligt ist. Diese Effekte traten durch die Blockierung des HMGB1/RAGE-Signalwegs auf, der die Entzündung bei Alzheimer-Krankheit antreibt.

Was bedeutet das?

Diese Forschung in einem frühen Stadium identifiziert einen potenziellen Mechanismus, durch den eine Verbindung aus Johanniskraut Gehirnzellen vor Alzheimer-bedingten Schäden schützen könnte. Viele Verbindungen, die in Tiermodellen wirken, scheitern jedoch in humanen Studien, und Johanniskraut interagiert gefährlich mit gängigen Medikamenten, was die klinische Übersetzung unsicher macht.

Einschränkung

Die Studie wurde nur an Ratten durchgeführt, die ein medikamenteninduziertes Modell verwendeten, das die menschliche Alzheimer-Krankheit nicht vollständig nachbildet, und es liegen keine Daten zur Sicherheit oder Wirksamkeit beim Menschen vor.

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