Blutzucker-Abbauprodukte zeigen Potenzial als diagnostische Marker für Alzheimer
Eine umfassende Übersicht über die durch Zuckermoleküle verursachten Proteinbeschädigungen identifiziert zwei spezifische Verbindungen, CEL und CML, als potenzielle Blutmarker, die helfen könnten, Alzheimer und Parkinson früher zu diagnostizieren.
Was in der Übersicht untersucht wurde
Wissenschaftler analysierten, wie Zuckermoleküle Proteine im Gehirn schädigen – ein Prozess, der Glycation genannt wird – und wie dieser Schaden zu Alzheimer, Parkinson, Schizophrenie und Depression beiträgt. Die Übersicht konzentrierte sich darauf, messbare Marker für diesen Schaden zu identifizieren, die für die Diagnose verwendet werden könnten.
Die Biomarker-Feststellung
Zwei spezifische Produkte der Proteinbeschädigung, genannt CEL und CML, zeigen Potenzial als diagnostische und prognostische Marker bei neurodegenerativen Erkrankungen. Forscher fanden jedoch heraus, dass keine bestehenden psychiatrischen Medikamente nachweislich diesen schädlichen Glycation-Prozess bei lebenden Patienten direkt blockieren – aktuelle Behandlungen beeinflussen ihn nur indirekt.
Was das für die Diagnose bedeuten könnte
Wenn sie in größeren klinischen Studien validiert werden, könnten CEL- und CML-Bluttests Ärzten potenziell helfen, Alzheimer oder Parkinson früher zu diagnostizieren oder vorherzusagen, wer ein höheres Risiko hat. Dies würde eine neue Kategorie von Biomarkern darstellen, die sich auf zuckerbedingte Proteinbeschädigungen konzentriert, anstatt nur auf Amyloid oder Tau.
Was noch benötigt wird
Diese Biomarker erfordern weitere klinische Validierung, bevor sie in der Routinepraxis verwendet werden können. Die Übersicht fasst bestehende Forschung zusammen, präsentiert jedoch keine neuen Patientendaten. Es ist noch keine Behandlung verfügbar, die Glycation direkt angreift.