Wiederholte sinnlose Verhaltensweisen betrafen 62% der hospitalisierten Demenzpatienten
Eine krankenhausbasierte Studie ergab, dass fast zwei Drittel der Demenzpatienten Punding zeigten – wiederholte, sinnlose Handlungen wie das Handhaben von Kleidung – wobei eine Kombinationstherapie vielversprechende Ergebnisse bei der Reduzierung dieser Verhaltensweisen über einen Zeitraum von acht Wochen zeigte.
Was wurde untersucht?
Forscher überprüften die medizinischen Unterlagen von 55 Demenzpatienten, die aufgrund von Verhaltensproblemen hospitalisiert waren, um zu verstehen, wie häufig Punding (wiederholte, sinnlose Verhaltensweisen) vorkam und ob Medikamente helfen könnten. Punding umfasst Handlungen wie das wiederholte Handhaben von Gegenständen, das Sortieren von Objekten oder das ständige Ausführen derselben Aufgabe.
Was wurde gefunden?
Sie fanden heraus, dass 62% der hospitalisierten Demenzpatienten Punding-Verhaltensweisen zeigten, wobei das häufigste Verhalten das wiederholte Handhaben von Kleidung war. Das Verhalten war im Durchschnitt 4 Monate vor der Behandlung aufgetreten. Nach Beginn einer Kombination aus niedrig dosiertem Risperidon (einem Antipsychotikum) und einem SSRI-Antidepressivum zeigten die Patienten innerhalb von 8 Wochen eine signifikante Verbesserung der Schwere dieser Verhaltensweisen.
Was bedeutet das?
Diese kleine Studie legt nahe, dass Punding bei hospitalisierten Demenzpatienten häufiger vorkommen könnte als bisher erkannt, und dass eine Kombinationstherapie helfen könnte, diese belastenden Verhaltensweisen zu reduzieren. Da es sich jedoch um eine Überprüfung von Akten aus einem einzigen Krankenhaus ohne Kontrollgruppe handelte, müssen diese Ergebnisse in größeren, kontrollierten Studien bestätigt werden, bevor sie zur Standardpraxis werden.
Einschränkung
Die Studie überprüfte Aufzeichnungen aus nur einem Krankenhaus ohne Kontrollgruppe, was es unmöglich macht zu wissen, ob sich die Verhaltensweisen von selbst oder mit anderen Behandlungen verbessert hätten.