Immune Veränderungen im Blut erscheinen, bevor Tau-Marker in der frühen Alzheimer-Krankheit ansteigen
Eine Studie mit 351 Teilnehmern fand spezifische Immunzeichen im Blut, die während der präklinischen Alzheimer-Krankheit auftraten, bevor die standardmäßigen Tau-Biomarker anstiegen oder Schäden an den Blutgefäßen im Gehirn nachweisbar wurden.
Was wurde untersucht?
Forscher analysierten Immunzellen aus Blut und Rückenmarkflüssigkeit bei 351 Personen in verschiedenen Stadien der Alzheimer-Krankheit, von gesund bis diagnostiziert, unter Verwendung der Massenszytometrie. Sie wollten wissen, wann Immunveränderungen im Verhältnis zu anderen bekannten Krankheitsmarkern auftreten.
Was wurde gefunden?
Spezifische Immun-Signalgebungsmuster – erhöhtes phospho-Akt in bestimmten T-Zellen und phospho-PLCγ2 in Granulozyten – traten während der präklinischen Stadien auf, bevor standardmäßige Tau-Marker (ptau217, ptau181) oder Schäden an der Blut-Hirn-Schranke gemessen werden konnten. Diese Veränderungen waren einzigartig für Alzheimer und traten nicht bei frontotemporaler Demenz oder Multipler Sklerose auf. Die Exposition gesunder Immunzellen gegenüber Blut oder Rückenmarkflüssigkeit von Alzheimer-Patienten reproduzierte die gleichen Immunveränderungen.
Was bedeutet das?
Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Immunveränderungen im Blutstrom zu den frühesten nachweisbaren Anzeichen der Alzheimer-Krankheit gehören könnten, die möglicherweise vor den aktuellen standardmäßigen Biomarkern auftreten. Wenn dies in der Peer-Review bestätigt wird, könnten diese Immunzeichen eines Tages helfen, gefährdete Personen früher zu identifizieren und könnten neue Ziele für Präventionstherapien darstellen.
Einschränkung
Diese Studie ist ein Preprint, der noch nicht peer-reviewed wurde, und untersuchte verschiedene Personen in unterschiedlichen Krankheitsstadien, anstatt die gleichen Individuen über die Zeit zu verfolgen.