Dimethylfumarat zeigt vielversprechende Ergebnisse in Tiermodellen von Alzheimer, systematische Überprüfung ergibt
Eine Überprüfung von 18 Laborstudien ergab, dass Dimethylfumarat, ein bereits für Multiple Sklerose zugelassenes Medikament, toxische Gehirnproteine reduzierte und das Gedächtnis in Tiermodellen der Alzheimer-Krankheit verbesserte.
Was wurde untersucht?
Forscher haben systematisch alle verfügbaren Laborstudien überprüft, die Dimethylfumarat (DMF) in Modellen der Alzheimer-Krankheit getestet haben. DMF ist bereits zur Behandlung von Multipler Sklerose zugelassen und wirkt, indem es einen schützenden zellulären Weg namens Nrf2 aktiviert, der oxidativem Stress entgegenwirkt.
Was wurde gefunden?
Die Überprüfung identifizierte 18 präklinische Studien, die in Zellkulturen und Tiermodellen durchgeführt wurden. In diesen Studien aktivierte DMF konsequent den Nrf2-Weg, reduzierte die Werte von toxischen Amyloid-beta- und Tau-Proteinen, verringerte oxidativen Schaden und verbesserte die kognitive Leistung bei Mäusen. Die Effekte wurden durch verbesserte antioxidative und entzündungshemmende Reaktionen in Gehirnzellen beobachtet.
Was bedeutet das?
Diese Laborergebnisse deuten darauf hin, dass DMF potenziell zwei zentrale Probleme bei der Alzheimer-Krankheit ansprechen könnte: oxidativen Stress und Entzündungen. Das Medikament wurde jedoch noch nicht an Menschen mit Alzheimer getestet, sodass klinische Studien an Menschen der nächste wesentliche Schritt sind, bevor Schlussfolgerungen über den Nutzen für Patienten gezogen werden können.
Einschränkung
Die überprüften Studien verwendeten unterschiedliche experimentelle Modelle und Methoden, was einen direkten Vergleich der Ergebnisse erschwert, und alle Ergebnisse stammen aus Laborumgebungen und nicht von menschlichen Patienten.