LABORSTUDIE
Zellstudie
Grundlagenforschung

Alterungsunterstützende Zellen im Gehirn könnten Alzheimer-Schäden verstärken

Forscher verwendeten die Einzelzell-RNA-Sequenzierung von Hirngewebe, um einen drei-Protein-Weg zu identifizieren, der dazu führt, dass Astrozyten – Unterstützungszellen im Gehirn – altern und schädliche Substanzen freisetzen, die Neuronen bei Alzheimer schädigen.

Was wurde untersucht

Forscher analysierten einzelne Zellen aus Alzheimer- und gesundem Hirngewebe, um zu verstehen, warum Astrozyten – Zellen, die normalerweise Neuronen unterstützen und schützen – in der Krankheit schädlich werden. Sie kombinierten computergestützte Analysen mit Laborversuchen an kultivierten Zellen, die mit Amyloid-beta behandelt wurden, dem Protein, das sich bei Alzheimer ansammelt.

Was wurde gefunden

Das Team entdeckte, dass ein Protein namens SORBS1 Astrozyten in einen seneszenten (alternden) Zustand treibt, durch eine molekulare Kettenreaktion, die zwei andere Proteine, FBXO22 und BAG3, einbezieht. Dieser Prozess beruht auf Kalziumsignalen innerhalb der Zellen. Einmal seneszent, setzen diese Astrozyten entzündliche Substanzen frei, die benachbarte Neuronen schädigen.

Warum es wichtig ist

Diese Erkenntnis hilft zu erklären, wie sich Entzündungen in Alzheimer-Gehirnen ausbreiten. Seneszente Astrozyten wechseln von der Schutzfunktion für Neuronen zur Schädigung dieser. Das Verständnis dieses molekularen Weges könnte letztendlich auf Ziele für Medikamente hinweisen, die verhindern, dass Astrozyten vorzeitig altern, obwohl solche Therapien noch viele Jahre entfernt sind.

Wichtiger Kontext

Dies ist eine Laborforschung an isolierten Zellen und Gewebeproben, kein Studium an lebenden Patienten. Die nächsten Schritte wären zu testen, ob das Blockieren dieses Weges in Tiermodellen die Neurodegeneration verlangsamen kann, und dann zu bestimmen, ob ähnliche Interventionen sicher bei Menschen funktionieren könnten.

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