Blutmarker könnte vorhersagen, wer von der Gehirnstimulationstherapie profitiert
In einer Studie mit 271 älteren Erwachsenen mit Risiko für Demenz sagte ein Blutprotein voraus, wer am besten auf die Kombination von Gehirnstimulation und kognitivem Training reagieren würde.
Was wurde untersucht
Forscher maßen 19 Proteine, die mit dem Wachstum von Blutgefäßen in älteren Erwachsenen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung oder einer Vorgeschichte von Depressionen in Verbindung stehen. Die Teilnehmer erhielten entweder echte oder Schein-Gehirnstimulation (tDCS) plus computergestütztes Gehirntraining über 8 Wochen, gefolgt von Auffrischungssitzungen. Das Ziel war zu sehen, ob Blutmarker vorhersagen könnten, wer am meisten von der Behandlung profitieren würde.
Was wurde gefunden
Unter den 271 Teilnehmern stach ein Protein namens Angiopoietin-2 hervor: Personen mit unterschiedlichen Ausgangswerten dieses Markers reagierten unterschiedlich auf die Behandlung. Diejenigen mit höheren Werten von Angiopoietin-2 zeigten eine größere kognitive Verbesserung bei der Kombinationstherapie.
Was das bedeutet
Dieses Ergebnis deutet darauf hin, dass ein einfacher Bluttest eines Tages Ärzten helfen könnte, zu identifizieren, welche älteren Erwachsenen am wahrscheinlichsten von nicht-medikamentösen Ansätzen wie Gehirnstimulation und kognitivem Training profitieren. Der Effekt war jedoch bescheiden und muss in größeren Studien bestätigt werden, bevor er klinische Entscheidungen leiten kann.
Einschränkungen
Dies war eine explorative Analyse von Biomarker-Daten aus einer klinischen Studie, nicht der Hauptfokus der Studie. Die Beziehung zwischen Angiopoietin-2 und der Behandlungsreaktion war statistisch grenzwertig. Weder der Bluttest noch die tDCS-Therapie sind derzeit Teil der routinemäßigen Demenzversorgung.