Gehirn-Computer-Schnittstellen zeigen vielversprechende Ansätze zur Diagnose und Behandlung neurologischer Störungen
Eine umfassende Überprüfung untersucht Technologien von Gehirn-Computer-Schnittstellen für neuropsychiatrische Störungen und analysiert drei Hauptansätze – endovaskuläre Aufzeichnung, Rückenmarkstimulation und tiefe Hirnstimulation – sowie deren Anwendungen in mindestens fünf wichtigen Erkrankungen.
Was in der Überprüfung Untersucht Wurde
Forscher haben die jüngsten Fortschritte in der Technologie der Gehirn-Computer-Schnittstellen (BCI) überprüft – Systeme, die eine direkte Kommunikation zwischen dem Gehirn und externen Geräten ermöglichen. Die Überprüfung untersuchte, wie BCIs sowohl die Gehirnaktivität aufzeichnen als auch spezifische Regionen zur Diagnose und Behandlung stimulieren können.
Drei Hauptansätze
Die Überprüfung analysierte drei BCI-Ansätze: endovaskuläre Aufzeichnung (Sensoren in Blutgefäßen nahe dem Gehirn), BCI-integrierte Rückenmarkstimulation und BCI-gesteuerte tiefe Hirnstimulation. Diese ermöglichen eine 'geschlossene Schleife' der Behandlung – Überwachung der Gehirnaktivität und Anpassung der Stimulation in Echtzeit.
Erkrankungen, die profitieren könnten
Untersuchte Anwendungen umfassen die motorische Wiederherstellung nach einem Schlaganfall, Bewegungsstörungen (Morbus Parkinson und Epilepsie) sowie kognitive Erkrankungen wie Alzheimer und Depressionen. Die Technologie könnte helfen, Symptome zu erkennen und gezielte Behandlungen bereitzustellen, obwohl die meisten Anwendungen noch in frühen Forschungsphasen sind.
Was zu beachten ist
Dies ist eine Überprüfung neuer Technologien, keine bewährten Behandlungen, die für Patienten bereit sind. Die Autoren weisen auf wichtige ethische Fragen zu im Gehirn implantierten Geräten hin. Keiner dieser BCI-Ansätze ist derzeit für die routinemäßige klinische Anwendung bei Alzheimer genehmigt.