Kunststoffmikropartikel schädigen Nervenzellen in Laborstudie
Wissenschaftler setzten menschliche Nervenzellen 100 Mikrogramm pro Milliliter Polyethylenterephthalat-Mikroplastik aus und beobachteten nach 24 bis 48 Stunden eine erhöhte Zellschädigung und oxidativen Stress.
Was wurde untersucht
Forscher setzten menschliche Nervenzellen (SH-SY5Y-Linie) in Labor-Kultur 100 Mikrogramm pro Milliliter Polyethylenterephthalat (PET)-Mikroplastik aus – winzige Kunststoffpartikel aus Flaschen und Verpackungen – für 24 bis 48 Stunden. Sie kombinierten Computermodellierung mit Laboruntersuchungen, um die Mechanismen der Zellschädigung zu untersuchen.
Was wurde gefunden
Die Exposition gegenüber Mikroplastik reduzierte das Überleben der Zellen und erhöhte reaktive Sauerstoffspezies (ROS), Moleküle, die Zellen schädigen. PET aktivierte einen Protein-Signalweg namens AKT1. Als die Forscher diesen Weg mit einem Inhibitor (MK2206) blockierten, verringerte sich der Schaden, was darauf hindeutet, dass AKT1 die neurotoxischen Effekte antreibt.
Was es bedeutet – und was nicht
Diese Laborstudie identifiziert einen potenziellen Mechanismus, der die Exposition gegenüber Mikroplastik mit Zellschäden in Verbindung bringt. Dies ist jedoch nur Zellkultur – keine Tiere oder Menschen. Ob Mikroplastik in diesen Konzentrationen das menschliche Gehirn erreicht oder ähnlichen Schaden in lebenden Organismen verursacht, ist völlig unbekannt. Dies ist Grundlagenforschung im frühen Stadium, kein Beweis für ein Gesundheitsrisiko für den Menschen.