KOHORTENSTUDIE
Kohortenstudie

Bluttest erkennt Alzheimer-Veränderungen Jahre bevor Gehirnschrumpfung auf Scans sichtbar wird

Bei 167 älteren Erwachsenen mit Gedächtnisproblemen begannen sich die Blutmarker der Alzheimer-Krankheit bis zu mehreren Jahren bevor MRT-Scans eine messbare Gehirnschrumpfung in wichtigen Gedächtnisregionen zeigten, zu verändern.

Was wurde untersucht

Forscher in Amsterdam begleiteten 167 Personen mit subjektiven Gedächtnisproblemen über durchschnittlich 5 Jahre und maßen wiederholt Blutbiomarker (einschließlich pTau217, einem Tau-Proteinmarker) und das Gehirnvolumen mittels MRT-Scans. Ziel war es zu bestimmen, welche Veränderungen zuerst im Alzheimer-Krankheitsprozess auftreten.

Was wurde gefunden

Die Blutwerte von pTau217 begannen Jahre bevor MRT-Scans eine Schrumpfung im Hippocampus und anderen typischerweise von Alzheimer betroffenen Gehirnregionen erkannten, zu steigen. Unter den 49 Teilnehmern, die eine Amyloidansammlung (ein Kennzeichen von Alzheimer) hatten, schien dieser Blutmarker ein frühes Warnsignal für aufkommende Gehirnschäden zu sein.

Was es für Patientinnen/Patienten bedeutet

Ein einfacher Bluttest könnte eines Tages Ärzten ermöglichen, Alzheimer-bezogene Veränderungen früher als mit aktuellen Gehirnscans zu erkennen, was potenziell ein längeres Zeitfenster für präventive Behandlungen eröffnet. Die Studie legt nahe, dass Bluttests den Krankheitsverlauf verfolgen könnten, bevor sich die Symptome verschlimmern oder sichtbare Gehirnschäden auf MRT erscheinen. Diese Tests sind derzeit hauptsächlich Forschungswerkzeuge und noch nicht weit verbreitet in der routinemäßigen klinischen Praxis.

Wichtige Einschränkungen

Diese Studie umfasste nur Personen, die bereits Gedächtnisprobleme hatten und eine Gedächtnisklinik aufsuchten, nicht die Allgemeinbevölkerung. Die Zusammenfassung gibt nicht den genauen Zeitabstand zwischen den Veränderungen der Blutmarker und der Gehirnschrumpfung an. Eine Validierung in größeren, vielfältigeren Gruppen ist erforderlich, bevor diese Tests zu standardisierten klinischen Werkzeugen werden.

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