QUERSCHNITTS-BIOMARKERSTUDIE
Querschnittsstudie

Alzheimer-Bluttest kann mit dem Alter steigen, selbst ohne Krankheit

In einer Studie mit 360 gesunden älteren Erwachsenen zeigte ein weit verbreiteter Alzheimer-Bluttest steigende Werte mit dem Alter, selbst bei Personen ohne Gehirnpathologie, was potenziell zu falschen Alarmen bei den ältesten Teilnehmern führen kann.

Was die Forscher taten

Forscher maßen p-tau217 (einen Alzheimer-Blutmarker) bei 360 kognitiv gesunden älteren Erwachsenen ohne Amyloid-Plaques in Gehirnscans. Sie untersuchten, ob Alter, Geschlecht oder Genetik die p-tau217-Werte bei Personen ohne Krankheit beeinflussen.

Die wichtigste Erkenntnis

P-tau217 stieg mit dem Alter, selbst bei gesunden Menschen ohne Alzheimer-Pathologie. Mehr ältere Teilnehmer fielen in die 'intermediate zone' (Grenzwertige Ergebnisse). Männer zeigten mit einer Testmethode leicht höhere Werte als Frauen, jedoch nicht mit der anderen.

Warum das für die Diagnose wichtig ist

Da p-tau217-Bluttests zunehmend zur Früherkennung von Alzheimer eingesetzt werden, müssen Ärzte möglicherweise altersangepasste Schwellenwerte festlegen, um falsche Alarme bei Personen über 80 zu vermeiden. Die Studienautoren empfehlen, sowohl Alter als auch Geschlecht bei der Interpretation der Ergebnisse zu berücksichtigen.

Was wir noch nicht wissen

Nur die größere Testmethode (360 Personen) zeigte eine klare statistische Signifikanz. Die kleinere Methode (73 Personen) zeigte einen ähnlichen Trend, konnte ihn jedoch nicht bestätigen. Altersangepasste Grenzwerte müssen noch festgelegt werden.

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