Ketogene Verbindung reduziert Gehirnschwellung nach Schlaganfall bei Mäusen
Eine während des Fastens produzierte Verbindung verbesserte das Abfallbeseitigungssystem des Gehirns und reduzierte die Schwellung bei Mäusen nach einem Schlaganfall, wobei die Vorteile sogar sichtbar waren, als die Behandlung 10 Stunden nach dem Ereignis begann.
Was wurde untersucht?
Forscher untersuchten, ob β-Hydroxybutyrat (BHB), eine Verbindung, die der Körper während des Fastens oder bei einer ketogenen Diät produziert, die Gehirnschwellung nach einem Schlaganfall reduzieren könnte. Sie testeten Mäuse, die entweder vier Wochen vor dem Schlaganfall eine ketogene Diät erhielten oder danach mit BHB behandelt wurden.
Was wurde gefunden?
Sowohl die ketogene Diät als auch die BHB-Behandlung (5 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht täglich) verbesserten signifikant das glymphatische System des Gehirns – den Abfallbeseitigungsmechanismus – und reduzierten sowohl die Gehirnschwellung als auch die Schlaganfallschäden. Die Verbesserungen traten durch die Wiederherstellung eines Wasserkanalproteins namens AQP4 an seinen richtigen Ort auf. Selbst als die BHB-Behandlung um 10 Stunden nach dem Schlaganfall verzögert wurde, verbesserte sie weiterhin die Abfallbeseitigung, reduzierte jedoch nicht mehr die Schlaganfallschäden selbst.
Was bedeutet das?
Diese Tierforschung legt nahe, dass ketogene Interventionen eines Tages helfen könnten, das Reinigungssystem des Gehirns nach einem Schlaganfall zu schützen und möglicherweise sekundäre Schäden durch Schwellung zu reduzieren. Allerdings unterscheiden sich Mäusegehirne erheblich von menschlichen Gehirnen, und es wären Jahre zusätzlicher Forschung erforderlich, bevor ein solcher Ansatz bei Schlaganfallpatienten getestet werden könnte.
Einschränkung
Die Studie wurde vollständig an Mäusen durchgeführt, deren Gehirnstruktur und Schlaganfallreaktion sich erheblich von denen der Menschen unterscheiden.